Wir wollten die Great Ocean Road erst am 22. Januar beginnen, da wir für dieses Highlight Liftpartner hatten, und deswegen mussten wir noch zwei Tage in Melbourne „rumbringen“. Am ersten Tag fuhren wir auf Phlipp Island, eine kleine Insel im Süden Melbournes. Natürlich schauten wir uns den auf der Insel befindenden Motorradcircuit an. Leider konnte man nur ein kleines Museum besuchen und durfte nur für übertrieben viel Geld auf die Rennstrecke – für uns zu viel. Den Rest des Tages verbrachten wir dann mit Natur und Wildlife auf der Insel anzuschauen. Philipp Island hatte natürlich wie fast jeder Küstenabschnitt Australiens Traumstrände zu bieten, allerdings war es an diesem Tag zu windig. Wir besuchten auch noch ein Blowhole, wobei wir da leider zur falschen Gezeit da waren. Das Highlight und auch sicherlich der Grund, warum wir auf Philipp Island gefahren sind, fand dann am Abend statt – die Pinguinparade. Um ca. 9 Uhr abends laufen Hunderte von kleinen, niedlichen Pinguine aus dem Wasser über den Strand hinauf zur Düne um ihren Nachwuchs mit Essen zu versorgen. Nach ewiger Warterei und eisiger Kälte ( ja, Fleecepulli und Jeans waren wirklich nicht genug, deswegen mussten wir zwei Arme das erste Mal in Australien frieren) ließen sich dann endlich die ersten Pinguine blicken. Sie liefen dann immer in kleinen Gruppen über den Strands. Wenn sie dann auf der Düne nach dem Bau ihrer Jungen suchten, konnte man sie ganz aus der Nähe betrachten. Sie waren ungefähr 30cm hoch und watschelten durch den Strand. Leider durften wir keine Photos machen.
Am nächsten Tag ging es dann zu den Australian Open. Wir entschieden uns für ein Ticket, mit dem wir Zugang auf die Hisense Arena (2nd Center Court) und alle anderen Plätze hatten – für sagenhafte 30 Euro. Am Anfang schauten wir uns ein Match von Andy Roddick gegen einen ziemlich unbekannten Italiener an. Es war ein einseitiges Match, wobei die Annahme von Roddick-Aufschlägen ja auch nicht das Leichteste ist. Danach schauten wir uns auf den unzähligen kleineren Plätzen um und versuchten die deutschen Tennisasse lautstark zu unterstützen – mit unterschiedlichem Erfolg. Wir konnten zwar den Sieg von Philipp Kohlschreiber bejubeln, allerdings mussten wir auch mit ansehen wie Rainer Schüttler keine Chance gegen seinen Gegner hatte. Das Highlight des Tages war sicherlich das letzte Match in der Hisense Arena zwischen dem Amerikaner Blake und dem Argentinier Del Porto. Eigentlich sollte unser Ticket nur bis um 19 Uhr gelten, allerdings durften wir so lange in der Arena bleiben, bis eben dieses Spiel beendet war. Da das Spiel erst um 18 Uhr begann, war relativ schnell klar, dass wir in die Verlängerung gehen durften. Beide Spieler waren sich wirklich gleichwertig und von den ersten vier Sätzen wurden drei erst im Tiebreak entschieden. Es kam, wie es kommen musste, und das Spiel wurde im letzten fünften Satz entschieden, mittlerweile war es 10 Uhr abends. Beim Stande von 11:9 für Del Porto war dieses Wahnsinnspiel dann zu Ende. Allerdings durften wir auch noch die letzten Ballwechsel vom Center Court zwischen Henin und einer Russin über die Videoleinwand verfolgen – das hatte ein bisschen was von Fussball-Public-Viewing. Nach insgesamt 11 Stunden Tennis waren wir dann froh auch noch was anderes wie kleine gelbe Filzkugeln sehen zu können, aber es zusammenfassend können wir sagen, dass es ein richtig gelungener Tag war.
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