Am 29.Januar ging es morgens mit der "Spirit of Tasmania" los. Die 8 Stunden Schifffahrt verbrachten wir mit schlafen, sonnen oder .... hungern - wir hatten vergessen genügend Essen aus dem Auto mit hoch zu nehmen und hatten während der Fahrt keine Möglichkeit an den Bus zu kommen. Ein Fehler den wir auf der Rückfahrt nichtmehr machten...
Insgesamt verbrachten wir 6 tolle Tage auf Tasmanien und sahen unglaublich schöne Gegenden wie den weltberühmten Wineglass Bay oder die nicht weniger schöne Gorge bei Launceston und wir hatten über den gesamten Zeitraum gesehen auch Glück mit dem Wetter – ein Regentag muss man in Tasmanien in Kauf nehmen, denn das Wetter gilt dort als unberechenbar.
Eigentlich startete unser Tasmanien-Abenteuer schon am Abend davor an einer Tramstation in Melbourne. Nachdem wir beide und unser Lift Femke, die ja auch schon die Great Ocean Road mit uns machte, uns lautstark über Tasmanien unterhalteten, wurde ein weiterer Wartender auf uns aufmerksam. Er hieß Michi und war, wen wunnderts, aus Deutschland, oder genauer gesagt aus Heidenheim an der Brenz, also keine 100km von unserer schönen Heimat entfernt. Er fragte uns, ob wir noch Platz hätten, da er schon seit gut einer Woche nach einer Möglichkeit suchte, um durch Tassie zu reisen. Wir hatten Platz, ob die Fähre in noch mitnehmen wollte, sollte sich erst am nächsten Morgen positiv rausstellen. So machten sich drei Schwaben und ein Fischkopp auf, das verlassene Tasmanien zu erobern. Nachdem wir dann abends um 6 Uhr endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatten, fuhren wir noch ein bisschen Richtung Launceston, eine von zwei größeren Städte auf Tasmanien. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer Kirche vorbei, die ausnahmsweise mal nicht erst im 20 Jahrhundert gebaut wurde und somit die erste Kirche für uns in Australien ist, die unsern bekannten Betonklotz Heilig Geist im Aussehen toppt. Am nächsten Tag ging es dann zuerst zu kleinen Wasserfällen, die aber keinen besonderen Bericht bedurfen, weil es in Tasmanien noch weitaus spektakulärere Wasserfälle gibt und in den Stadtpark, der außer ein paar japanischen Affen (wir wollen jede rassistische Gedanken von uns weisen, wir meinen nicht die Touristen, sondern wirkliche Affen) nichts zu bieten hatte. Dann ging es weiter zu Cataract Gorge, zu der auch ein kostenloses Schwimmbad gehörte. Ein Highlight war sicherlich das Klippenspringen und wir verbrachten an der Gorge wesentlich mehr Zeit als wir eingeplant haben. Deswegen mussten wir uns den zweiten, weitausschöneren Wasserfall in der Dämmerung anschauen. Unser Nachtlager schlugen wir dann an der Bay of Fire bei St. Helens an der Ostküst Tasmaniens auf. Nachdem wir uns am nächsten Morgen direkt nach dem Frühstück (war übrigens direkt am Strand) Richtung Wineglass Bay (super Wanderungen und verlassene Strände, ein Must-Do auf Tasmanien) augemacht hatten, hatten wir schon Angst, dass die Wanderung zwecks Regen ins Wasser fallen würde, aber pünktlich eine halbe Stunde vor der Ankunft verzogen sich die Wolken und man hatte bestes Postkartenwetter. Nach der sechs stündigen Wanderung, mit einigen Pausen am Strand und Lookouts, haben wir abends noch das Finale von den Australian Open angeschaut, unsere beiden Lifts ihre Meinungsverschiedenheit austragen lassen und sind dann ins Bett. Am darauffolgenden Tag ging es zu Port Arthur, einem der ältesten Gefängisse in Australien, das Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut wurde. Viele Teile des Strafgefangenerlager waren noch gut erhalten und man konnte insgesamgt doch ein recht guten Eindruck von dem Beginn der Besiedlung von Australien gewinnen.
Am nächsten Tag ging es zu erst nach Richmond einer der ältesten Siedlungen der Welt. Das Stadtbild war wirklich von alten Häuser geprägt, wobei der Zoo sicherlich das beste war, vorallem wenn man sich kostenlos reinschleichen muss wie wir. Wir sind halt Schwaben und sparen an jeder Ecke.Dafür haben wir allerdings ein paar Stunden ganz schön büßen müssen. Nach Richmond ging es nämlich direkt weiter nach Hobart, der Hauptstadt Tasmaniens. Dort haben wir einen Walk durch die Innenstadt gemacht, Hobart ist viel ruhiger und entspannter wie Melbourne oder Sydney. Leider haben wir nicht zur Kenntnis genommen, dass unser Parkhaus schon um 17.15 schließt, und wir kamen natürlich zu spät und standen vor verschlossener Tür. Der notwenige Schlüsseldienst hat uns den großteil des gesparten Eintrittgeldes vom Zoo abgeknöpft, für uns war es eine Lehre=). Trotz der Warterei vor dem verschlossenen Parkhaus schafften wir es noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang auf den Mount Welington, dem höchsten Berg von Tasmanien mit guter Aussicht auf Hobart, die Bucht und das Hinterland. Genau in dieses Hinterland wollten wir uns am nächsten Tag begeben. An diesem Tag haben wir wieder die Wanderschuhe geschnürt, diesmal in dem Lake St. Clair National Park. Zu Beginn des Walks haben wir ein paar giftige Schlangen gesehen, wobei wir schon durch eine Info-Tafel am Vistor Center gewarnt worden ware, dass eben diese Schlangenart an diesem Tag ziemlich aktiv ist. Bei der Hälfte der Strecke legten wir dann eine länger Pause ein und einer unser Lifts belustige uns, indem sie teste, ob Baumstämme, die unter Wasser sind, rutschig sind. Nach einigem Gelächter und einer nassen Hose ging es dann auf die zweite Hälfte des Walks. Man hatte wieder herrliche Blicke auf verschiedene Meeresbuchten.
Am Abend sind wir dann noch ein bisschen weiter gefahren, damit wir am nächsten Morgen es nicht mehr ganz so weit zu unserem letzten Nationalpark hatten. Ja, Nationalpärke und Tasmanien gehören zusammen, immerhin bedecken die Natinalpärke fast 20% der gesamten Fläche. Dabei mussten wir feststellen, dass feststellen, dass die größere Städte auf der Karte, wie zum Beispiel Queenstown (die größste Stadt im Westen Tasmanien), nur 4000 Einwohner hat und es dementsprechend schwer ist eine der öffentliche BBQ-Stellen zu finden. Auf den letzten Kilometer unserer weiteren Nachtfahrt begann es dann auch stark nach Feuer zu richen und es war eine Menge Rauch in der Luft. Als wir Einheimische fragten, was das ganze zu bedeuten hätte, erklärten sie uns, dass es weit weg ein Bushfeuer gibt. Als wir dann noch nach dem Weg zu unserem kostenlosen Campingplatz erfragten, sagten sie uns, dass dieser noch ca. 5 km wegwäre, aber dieser Campingplatz sei gesperrt, weil sich da gerade das Bushfeuer durchbrennt. 5Km soll weit sein, wenn sich Buschfeuer mit b is zu 120 km/h ausbreiten?!? Wir hielten es für besser an einer Grünfläche in einem Wohnviertel zu übernachten, da man uns schon wecken würde, falls das Feuer außer Kontrolle gerät und eine Bedrohung für die Stadt wird. Mit dem Zelt der Lifts waren ja zum Glück auch auffällig. Dass wir direkt neben dem Notfallhauptquartier der Feuerwehr übernachteten , merkten wir dann erst am nächsten Morgen, als Lukas sich über die aktuelle Lage des Feuer in der benachtbarten Lodge erkundigen wollte. Diese Lodge wurde kurzerhand als Versammlungraum für Sanitäter, Firefighter und Polizei umgebaut. Nach einem längeren Gespräch mit einem der Firefighter (ein echter australischer Buschfeuerwehrmann möchte Firefighter und nicht Fireman genannt werden) wussten wir, dass unsere Straße befahrbar ist und wir bekamen einige Tipps wie man sich bei einem Buschfeuer im Allgemeinen verhalten soll.
Nach diesem Schock ging es dann weiter zu dem Cradle Mountain National Park. Leider war der Tag ziemlich verregnet und somit wurde aus einem weiteren langen Marsch nur ein kurzer 20min Walk. Wir entschlossen uns gleich weiter über eine kleinere Stadt namens Burnie zum Hafen zurück zufahren, da unsere Tasmanien-Rundreise leider schon zu Ende war. Am nächsten Morgen ging es dann wieder um 7 Uhr aufs Schiff und wir kamen Abends in Melbourne an.
Der einzige kleine Wehrmutstropfen war, dass wir keinen Tasmanischen Teufel entdecken konnten.
Montag, 15. März 2010
Great Ocean Road
Vom 21. - 26. Januar haben wir die Great Ocean Road, eine Küstenstraße westlich von Melbourne, besichtigt. Sie ist sicherlich eine der größten Attraktionen in Victoria. Die ersten Tag der Reise haben wir alleine in Torquay, dem östlichen Start- bzw. Endpunkt der GOR verbracht. Wir haben uns den Bells Beach angeschaut, den berühmtesten aller Surfstrände in Australiens, an dem auch immer die Weltmeisterschaften ausgetragen wurden Zudem mussten wir auch noch ein Photoshooting von den in der Nähe graßenden Kängerus machen. Außerdem haben wir uns im Infozentrum noch viel Kartenmaterial für die nächsten Tage geholt. Am 22. Januar stieß dann mit dem Holländer Bart der erste von drei Lifts zu uns. Wir besuchten das Surfmuseum und verbrachten einige Zeit in den Ripcurl-, Quiksilver- und Billabongoutlets. Abends gab es dann noch ein gutes BBQ.
Am nächsten Mittag staßen dann auch noch Philipp und Femke, die andern beiden Lifts zu uns, und die Great Ocean Road-Tour konnte beginnen. Nach einem erneuten Stopp am berühmten Suferstrand ging es zuerst noch einmal für die paar Tage Essen einkaufen. Nach ein paar Kilometer kam das offizielle Startschild der Great Ocean Road – jetzt ging es dann richtig los. Als ersten machten wir uns mit unzähligen Zwischenstopps an Lookouts auf den Weg zu Aireys Inlet, einer kleinen Fischerstatt. Danach ging es über die Ereskine Falls, einer von unzählige vielen Wasserfällen in Australien. Der Wasserfall war klasse, nur die Hin- und Rückfahrt hat unser Bus ziemlich gestresst, kein Wunder bei 5 Personen, 5 großen Backpacks und viel Essen. Das Tagesprogramm war absolviert und wir gingen auf einen Campingplatz und hatten, wen wundert's BBQ. Am nächsten Morgen ging's zum Frühstück an den Teddy's Lookout, einem der besten von bestimmt 1000 Lookouts auf 250km Great Ocean Road. Anschließend ging es noch auf einen kleinen Rundwalk um den Lookout und wir sahen unseren ersten Koala in Australien – und dann gleich einen wilden. Natürlich wurden 5 Photocameras ausgepackt. Danach war wieder ein Wasserfall angesagt, diesmal ging es zu den Sherok Falls. Später ging es nach Kennent River, das als Koala-Hochburg an der Great Ocean Road angekündigt worden war. Und tatsächlich konnten wir an einer Nebenstraße auf ca. 200 m sieben von diesen tollen Beuteltieren entdecken. Einer hatte sich sogar so geschickt auf dem Baum platziert, dass man ihn mit Blättern hätte füttern können. Allerdings wollte er von keinem von uns etwas annehmen, als "Rache" musste er dann halt einige Fotos mit uns machen. Dann ging es weiter nach Cape Otway, an dem sich der älteste Leuchturm Australiens befinden sollte. Nach dem obligatorischen Museumsbesuch und dem Aufstieg des Leuchtturms mussten wir schnell weiter fahren, damit wir die zwölf Apostel noch zum Sonnenuntergang erreichen. Die Twelve Apostels sind einzelne Felsen, die vom Festland durch das Meer getrennt worden sind. Allerdings sind es mittlerweile nicht mehr zwölf, sondern nur noch vier dieser Felsen, da der Rest der Wasserkraft unterlegen war und eingestürzt ist. Zum Glück kamen wir noch rechtzeitig an, somit konnten wir die Felsformation sowohl bei Tageslicht als auch "glühend" beim Sonnenuntergang betrachten.
Am nächsten Morgen ging es dann gleich zur Loch Ard Gorge, die einfach zum Chillen und Baden gehen einläd. Die Loch Ard Gorge ist eine Art Bucht mit Strand, der komplett von eben dieser Felsen umgeben ist. Wir waren uns alle einig, dass diese Gorge die Twelve Apostels mit links toppt. Nach ein paar Stunden ging es dann weiter zu nach Warrnambool, das auch gleichzeitig das Ende der Great Ocean Road ist. Wir haben dort unseren Campingplatz gebucht und sind dann noch weiter nach Port Fairy gefahren, das kleine, alte Fischerstättchen angeschaut und ein weiteres mal BBQ gehabt und dann wieder zurück zum Campingplatz. Am letzten Tag, dem 26. Januar, sind wir über das Hinterland wieder zurück zum Ausgangspunkt Torquay gefahren. Auf dem Rückweg gab es ein paar kleine Seen anzuschauen, die allerdings überfüllt waren, da am 26. Januar der Australian Day, also der Nationalfeiertag, ist und die ganzen Familien Tagesausflüge machen. Am Abend brachten wir noch Philipp zum Bahnhof, Femke und Bart blieben noch eine Nacht bei uns und ging erst am nächsten Morgen zurück nach Melbourne. Wir dagegen surften noch einmal in der Surferhauptstad Australiens und trafen die letzten Vorbereitungen für Tasmanien.
Am nächsten Mittag staßen dann auch noch Philipp und Femke, die andern beiden Lifts zu uns, und die Great Ocean Road-Tour konnte beginnen. Nach einem erneuten Stopp am berühmten Suferstrand ging es zuerst noch einmal für die paar Tage Essen einkaufen. Nach ein paar Kilometer kam das offizielle Startschild der Great Ocean Road – jetzt ging es dann richtig los. Als ersten machten wir uns mit unzähligen Zwischenstopps an Lookouts auf den Weg zu Aireys Inlet, einer kleinen Fischerstatt. Danach ging es über die Ereskine Falls, einer von unzählige vielen Wasserfällen in Australien. Der Wasserfall war klasse, nur die Hin- und Rückfahrt hat unser Bus ziemlich gestresst, kein Wunder bei 5 Personen, 5 großen Backpacks und viel Essen. Das Tagesprogramm war absolviert und wir gingen auf einen Campingplatz und hatten, wen wundert's BBQ. Am nächsten Morgen ging's zum Frühstück an den Teddy's Lookout, einem der besten von bestimmt 1000 Lookouts auf 250km Great Ocean Road. Anschließend ging es noch auf einen kleinen Rundwalk um den Lookout und wir sahen unseren ersten Koala in Australien – und dann gleich einen wilden. Natürlich wurden 5 Photocameras ausgepackt. Danach war wieder ein Wasserfall angesagt, diesmal ging es zu den Sherok Falls. Später ging es nach Kennent River, das als Koala-Hochburg an der Great Ocean Road angekündigt worden war. Und tatsächlich konnten wir an einer Nebenstraße auf ca. 200 m sieben von diesen tollen Beuteltieren entdecken. Einer hatte sich sogar so geschickt auf dem Baum platziert, dass man ihn mit Blättern hätte füttern können. Allerdings wollte er von keinem von uns etwas annehmen, als "Rache" musste er dann halt einige Fotos mit uns machen. Dann ging es weiter nach Cape Otway, an dem sich der älteste Leuchturm Australiens befinden sollte. Nach dem obligatorischen Museumsbesuch und dem Aufstieg des Leuchtturms mussten wir schnell weiter fahren, damit wir die zwölf Apostel noch zum Sonnenuntergang erreichen. Die Twelve Apostels sind einzelne Felsen, die vom Festland durch das Meer getrennt worden sind. Allerdings sind es mittlerweile nicht mehr zwölf, sondern nur noch vier dieser Felsen, da der Rest der Wasserkraft unterlegen war und eingestürzt ist. Zum Glück kamen wir noch rechtzeitig an, somit konnten wir die Felsformation sowohl bei Tageslicht als auch "glühend" beim Sonnenuntergang betrachten.
Am nächsten Morgen ging es dann gleich zur Loch Ard Gorge, die einfach zum Chillen und Baden gehen einläd. Die Loch Ard Gorge ist eine Art Bucht mit Strand, der komplett von eben dieser Felsen umgeben ist. Wir waren uns alle einig, dass diese Gorge die Twelve Apostels mit links toppt. Nach ein paar Stunden ging es dann weiter zu nach Warrnambool, das auch gleichzeitig das Ende der Great Ocean Road ist. Wir haben dort unseren Campingplatz gebucht und sind dann noch weiter nach Port Fairy gefahren, das kleine, alte Fischerstättchen angeschaut und ein weiteres mal BBQ gehabt und dann wieder zurück zum Campingplatz. Am letzten Tag, dem 26. Januar, sind wir über das Hinterland wieder zurück zum Ausgangspunkt Torquay gefahren. Auf dem Rückweg gab es ein paar kleine Seen anzuschauen, die allerdings überfüllt waren, da am 26. Januar der Australian Day, also der Nationalfeiertag, ist und die ganzen Familien Tagesausflüge machen. Am Abend brachten wir noch Philipp zum Bahnhof, Femke und Bart blieben noch eine Nacht bei uns und ging erst am nächsten Morgen zurück nach Melbourne. Wir dagegen surften noch einmal in der Surferhauptstad Australiens und trafen die letzten Vorbereitungen für Tasmanien.
Pinguin-Parade & Australian Open
Wir wollten die Great Ocean Road erst am 22. Januar beginnen, da wir für dieses Highlight Liftpartner hatten, und deswegen mussten wir noch zwei Tage in Melbourne „rumbringen“. Am ersten Tag fuhren wir auf Phlipp Island, eine kleine Insel im Süden Melbournes. Natürlich schauten wir uns den auf der Insel befindenden Motorradcircuit an. Leider konnte man nur ein kleines Museum besuchen und durfte nur für übertrieben viel Geld auf die Rennstrecke – für uns zu viel. Den Rest des Tages verbrachten wir dann mit Natur und Wildlife auf der Insel anzuschauen. Philipp Island hatte natürlich wie fast jeder Küstenabschnitt Australiens Traumstrände zu bieten, allerdings war es an diesem Tag zu windig. Wir besuchten auch noch ein Blowhole, wobei wir da leider zur falschen Gezeit da waren. Das Highlight und auch sicherlich der Grund, warum wir auf Philipp Island gefahren sind, fand dann am Abend statt – die Pinguinparade. Um ca. 9 Uhr abends laufen Hunderte von kleinen, niedlichen Pinguine aus dem Wasser über den Strand hinauf zur Düne um ihren Nachwuchs mit Essen zu versorgen. Nach ewiger Warterei und eisiger Kälte ( ja, Fleecepulli und Jeans waren wirklich nicht genug, deswegen mussten wir zwei Arme das erste Mal in Australien frieren) ließen sich dann endlich die ersten Pinguine blicken. Sie liefen dann immer in kleinen Gruppen über den Strands. Wenn sie dann auf der Düne nach dem Bau ihrer Jungen suchten, konnte man sie ganz aus der Nähe betrachten. Sie waren ungefähr 30cm hoch und watschelten durch den Strand. Leider durften wir keine Photos machen.
Am nächsten Tag ging es dann zu den Australian Open. Wir entschieden uns für ein Ticket, mit dem wir Zugang auf die Hisense Arena (2nd Center Court) und alle anderen Plätze hatten – für sagenhafte 30 Euro. Am Anfang schauten wir uns ein Match von Andy Roddick gegen einen ziemlich unbekannten Italiener an. Es war ein einseitiges Match, wobei die Annahme von Roddick-Aufschlägen ja auch nicht das Leichteste ist. Danach schauten wir uns auf den unzähligen kleineren Plätzen um und versuchten die deutschen Tennisasse lautstark zu unterstützen – mit unterschiedlichem Erfolg. Wir konnten zwar den Sieg von Philipp Kohlschreiber bejubeln, allerdings mussten wir auch mit ansehen wie Rainer Schüttler keine Chance gegen seinen Gegner hatte. Das Highlight des Tages war sicherlich das letzte Match in der Hisense Arena zwischen dem Amerikaner Blake und dem Argentinier Del Porto. Eigentlich sollte unser Ticket nur bis um 19 Uhr gelten, allerdings durften wir so lange in der Arena bleiben, bis eben dieses Spiel beendet war. Da das Spiel erst um 18 Uhr begann, war relativ schnell klar, dass wir in die Verlängerung gehen durften. Beide Spieler waren sich wirklich gleichwertig und von den ersten vier Sätzen wurden drei erst im Tiebreak entschieden. Es kam, wie es kommen musste, und das Spiel wurde im letzten fünften Satz entschieden, mittlerweile war es 10 Uhr abends. Beim Stande von 11:9 für Del Porto war dieses Wahnsinnspiel dann zu Ende. Allerdings durften wir auch noch die letzten Ballwechsel vom Center Court zwischen Henin und einer Russin über die Videoleinwand verfolgen – das hatte ein bisschen was von Fussball-Public-Viewing. Nach insgesamt 11 Stunden Tennis waren wir dann froh auch noch was anderes wie kleine gelbe Filzkugeln sehen zu können, aber es zusammenfassend können wir sagen, dass es ein richtig gelungener Tag war.
Am nächsten Tag ging es dann zu den Australian Open. Wir entschieden uns für ein Ticket, mit dem wir Zugang auf die Hisense Arena (2nd Center Court) und alle anderen Plätze hatten – für sagenhafte 30 Euro. Am Anfang schauten wir uns ein Match von Andy Roddick gegen einen ziemlich unbekannten Italiener an. Es war ein einseitiges Match, wobei die Annahme von Roddick-Aufschlägen ja auch nicht das Leichteste ist. Danach schauten wir uns auf den unzähligen kleineren Plätzen um und versuchten die deutschen Tennisasse lautstark zu unterstützen – mit unterschiedlichem Erfolg. Wir konnten zwar den Sieg von Philipp Kohlschreiber bejubeln, allerdings mussten wir auch mit ansehen wie Rainer Schüttler keine Chance gegen seinen Gegner hatte. Das Highlight des Tages war sicherlich das letzte Match in der Hisense Arena zwischen dem Amerikaner Blake und dem Argentinier Del Porto. Eigentlich sollte unser Ticket nur bis um 19 Uhr gelten, allerdings durften wir so lange in der Arena bleiben, bis eben dieses Spiel beendet war. Da das Spiel erst um 18 Uhr begann, war relativ schnell klar, dass wir in die Verlängerung gehen durften. Beide Spieler waren sich wirklich gleichwertig und von den ersten vier Sätzen wurden drei erst im Tiebreak entschieden. Es kam, wie es kommen musste, und das Spiel wurde im letzten fünften Satz entschieden, mittlerweile war es 10 Uhr abends. Beim Stande von 11:9 für Del Porto war dieses Wahnsinnspiel dann zu Ende. Allerdings durften wir auch noch die letzten Ballwechsel vom Center Court zwischen Henin und einer Russin über die Videoleinwand verfolgen – das hatte ein bisschen was von Fussball-Public-Viewing. Nach insgesamt 11 Stunden Tennis waren wir dann froh auch noch was anderes wie kleine gelbe Filzkugeln sehen zu können, aber es zusammenfassend können wir sagen, dass es ein richtig gelungener Tag war.
Batehaven
Direkt nach Jervis Bay sind wir Richtung Batehaven gefahren, dass sich zum Glück nur 2 ½ Autostunden (Minientfernung für australische Verhältnisse) entfernt befand. Wir konnten dort bei einem weitläufigen Bekannten namens Steven und seiner Frau Chris wohnen. Er ist mittlerweile Rentner und hat davor bei der Regierung gearbeitet. Das Haus befand sich 20m vom Strand weg und man konnte abends mit Meeresrauschen einschlafen und am nächsten morgen mit Meerblick frühstücken. Auch hier blieben wir 4 Tage. Am ersten Tag wurde uns von ihnen die ganze Gegend gezeigt, und da sie wussten, dass wir beide zu kleinen Surferboys in Australien geworden sind, wurden wir mit allen guten Surfspots der Gegend vertraut gemacht. Mittags gab es dann eine riiiiiiiesige Fish&Chips-Platte, die sich nicht ein mal von vier Personen verspeisen ließ. Und die vier Abendessen, die wir bei ihnen genießen durften, waren definitiv die Besten in Australien und werden höchstwahrscheinlich auch die Besten während unserem Aufenthalts bleiben. Die Zeit verging mit Bodyboardfahren und Surfen einfach viel zu schnell. Wir durften auch auch Stevens Seakajak benutzen und genossen diese Tage einfach. Zum Abschied erhielten wir noch Verpflegung für die komplette nächste Woche. Deswegen noch einmal: Thanks a lot, Steven and Chris!
Jervis Bay
Eigentlich wollten wir die beiden Mädchen nur bei ihren Couchsurfern abliefern, eine Nacht auf einem Parkplatz am Strand übernachten und am nächsten Tag schon wieder weiterreisen. Aber es kommt ja immer anders wie man denkt. Die Couchsurfer (für alle die es noch nicht wissen: Couchsurfing ist die Möglichkeit bei anderen auf der „Couch“ umsonst zu übernachten, als Ausgleich wird im Haushalt mitgeholfen oder ab und zu das Essen für die Gastgeber bezahlt) haben auch uns eingeladen in ihrem Haus zu wohnen und so sind wir ganze 4 Tage in Jervis Bay "hängen" geblieben. Die Gastgeber waren zwei Jungs, die in der australischen Navy dienen. Sie waren Mechaniker bzw. Elektriker in einer Hubschrauberstaffel und hatten glücklicherweise gerade Urlaub. In den Tagen haben sie vieles mit uns gemeinsam unternommen, natürlich waren wir ein paar Mal am Strand, wenn man schon mal am weißesten Sandstrand der ganzen Welt ist, muss man das ja auch gründlich ausnützen. Leider waren die Wellen nicht gut, somit musste das Surfen für die paar Tage ausfallen. Das sollte uns aber nicht davor hindern ins Wasser zu gehen und von einer zum Glück ungiftigen Qualle stechen lassen. Diese Stiche brennen höllisch und durch die falsche Bestimmung der Qualle von uns lössten wir eine ziemliche Hektik aus. Der Couchsurfer hatte aber schnell alle Krankenhäuser in der Umgebung abtelefoniert und konnte Entwarnung geben. Die anschließende Essigdusche hat dann wahre Wunder gegen das Brennen bewirkt. Diese Erfahrung sollte uns aber nicht daran hintern, zwei weitere Male an Strand zu gehen - diesmal glücklicherweise ohne Zwischenfall. Am letzten Vormittag gingen wir dann noch in den Pub und mussten noch ein paar Niederlagen beim Billard einstecken.
Canberra - die geplante Hauptstadt
Eigentlich hatten wir Canberra in unserer Routenplanung ganz außen vorgelassen, aber da wir die Möglichkeit hatten von dort zwei Mädels, von denen wir eine schon davor in den Blue Mountains getroffen hatten, weiter in den Süden mit zu nehmen, da wir alle das gleiche Ziel Jervis Bay hatten, entschlossen wir kurzfristig Canberra eben doch noch einen Besuch abzustatten. Wir konnten glücklicherweise bei der Familie. Nach einem guten und ausgedehnten Frühstück mit den Mitfahrerinnen und der ansässigen Familie ging es dann los mit dem Kulturprogramm. Als erstes schauten wir uns das Memorial of War an, indem die ganze australische Kriegsgeschichte geschildert wird. Zudem hatte man von einem Flügel des Gebäudes einen guten Blick über Canberra. Die Stadt ist wirklich komplett auf dem Reißbrett geplant worden, was man schon am durchdachten Straßenbild erkennen kann, und ist nur entstanden, da man sich nicht einigen konnte, ob Sydney oder Melbourne die Haupstadt werden sollte.
Danach ging es dann weiter zum Regierungsgebäude. Wir konnten uns das House of Parliament und das House of Senat anschauen. Leider fand zu dieser Zeit keine Sitzung in den Häusern statt. Wir hätten uns gerne eine Sitzung angeschaut.. Für viel mehr hatten wir an diesem Tag leider nicht Zeit, da wir abends schon im 300km entfernten Jervis Bay sein wollten.
Danach ging es dann weiter zum Regierungsgebäude. Wir konnten uns das House of Parliament und das House of Senat anschauen. Leider fand zu dieser Zeit keine Sitzung in den Häusern statt. Wir hätten uns gerne eine Sitzung angeschaut.. Für viel mehr hatten wir an diesem Tag leider nicht Zeit, da wir abends schon im 300km entfernten Jervis Bay sein wollten.
Mittwoch, 3. März 2010
So, die unendliche Warterei hat ein Ende, selbst wir können es kaum glauben, aber wir aktualisieren unseren Blog. Nachdem Mitte Februar endlich der Laptop angekommen ist, wir zu dieser Zeit jedoch bei der Traubenernte halfen, fanden wir in der unendlichen Weite und Einsamkeit des Outbacks die Zeit, endlich die Erlebnisse der letzten zwei Monate zusammenfassen. Viele Artikel können wir jetzt schon online stellen, die andere Arikel müssen noch Zensur gelesen werden. Das passiert aber auf den nächsten 2300km, die wir in den nächsten Tagen zurücklegen werden um die Ostküste zu erreichen.. Ja, ihr habt richtig gehört, es dauert nicht mehr Monate, sondern nur noch Wochen=).
Ja, wir haben auch Bilder gemacht, und zwar reichlich. Auch die werden wir baldmöglichst online stellen. Wir benützen gerade einen Web-n-Walk-Stick von unseren Mitreisenden, da wird aber nach Volumen abgerechnet und wir müssen ja immer aufs Geld achten. Aber in Cairns, der nächsten großen Stadt, werden wir sie online stellen.
In der Zwischenzeit ist auch Gästebuch auf die Homepage eingebunden. Wir beide haben einfach gerade beschlossen, dass je mehr Einträge wir bekommen, desto aktueller halten wir den Blog=). Natürlich darf dabei auch die ein oder andere Errinerung an ein neuen Post kommen.
Wir danken allen Lesern und Leserinnen an die unendliche Geduld!
Cheers
P.S.: Wir hätten nichts dagegen, wenn uns jemand ein Päckchen guten schwäbischen Wurstsalat schicken würde!!!
Ja, wir haben auch Bilder gemacht, und zwar reichlich. Auch die werden wir baldmöglichst online stellen. Wir benützen gerade einen Web-n-Walk-Stick von unseren Mitreisenden, da wird aber nach Volumen abgerechnet und wir müssen ja immer aufs Geld achten. Aber in Cairns, der nächsten großen Stadt, werden wir sie online stellen.
In der Zwischenzeit ist auch Gästebuch auf die Homepage eingebunden. Wir beide haben einfach gerade beschlossen, dass je mehr Einträge wir bekommen, desto aktueller halten wir den Blog=). Natürlich darf dabei auch die ein oder andere Errinerung an ein neuen Post kommen.
Wir danken allen Lesern und Leserinnen an die unendliche Geduld!
Cheers
P.S.: Wir hätten nichts dagegen, wenn uns jemand ein Päckchen guten schwäbischen Wurstsalat schicken würde!!!
Abonnieren
Posts (Atom)